Einige Rezepte aus Porabje

 

 

Die „Nagelsuppe“

 

Zutaten: 2 Liter Saft von gekochtem Räucherfleisch, 2 dl Sauerrahm, Knoblauch, Mehl, Lorbeerblätter, Essig und Salz.

 

Den ersten Saft, welchen das geräucherte Fleisch beim Kochen aussondert giesst man weg, aus dem zweiten hingegen kocht man eine Suppe. Dann gibt man kleine und lang geschnittene Knoblauchstücke (deshalb „Nagelsuppe“), die Lorbeerblätter, etwas Essig und je nach Geschmack Salz dazu.

 

 

Die Quarksuppe

 

Zutaten: 1 Liter Quark, 2 dl Sauerrahm, Knoblauch, Mehl, Kümmel und Salz.

 

Den Quark kocht man langsam auf kleinem Feuer. Dazu gibt man Salz, Kümmel und Knoblauch. Anschliessend lässt man die Suppe kochen und später kurz nochmals auf grösserer Flamme aufkochen.

 

 

Buchweizengrütze

 

Zutaten: 1 Tasse Buchweizen, 1 Esslöffel Schmalz, 1 Zwiebel, Salz und Wasser.

 

In einer Pfanne lässt man einen Esslöffel Schmalz kurz erhitzen. Dazu gibt man den gut gewaschenen und gereinigten Buchweizen hinzu. Man lässt das Ganze ein wenig anbraten, worauf man es dann mit zwei Tassen Wasser aufgiesst und Salz dazu gibt. Das Ganze lässt man dann ein wenig kochen (rühren nicht vergessen!). Dazu gibt man eine Zwiebel und je nach Bedarf noch etwas Wasser. Zugedeckt lässt man es im Ofen dünsten, bis der Buchweizen weich wird.

 

 

Dödölle

 

Zutaten: Etwa 8 Kartoffeln, 4 Tassen Mehl, 1 Esslöffel Schmalz, Zwiebeln, Salz und Wasser.

 

Die mittelgrossen Kartoffeln schneidet man in Scheiben und kocht sie in Salzwasser. Wenn die Kartoffeln zur Hälfte gekocht sind, bestreut man sie mit Mehl. Dann steckt man einen Holzlöffel in die Mitte der Pfanne und lässt das Ganze kochen. Wenn die Kartoffeln gar geworden sind, ist auch schon das Mehl gut gedünstet. Das Wasser lässt man in ein separates Geschirr ausgiessen, und die Kartoffeln zerdrückt man zu einer Masse. Auf einem Backblech lässt man die Zwiebeln im Schmalz anbraten und gibt vorsichtig die Kartoffelmasse löffelweise dazu. Im Ofen rotbraun braten.

 

Dödölle wird meistens als Beilage zu saftigem Fleisch serviert. Man kann es aber auch nur mit Salat und Sauerrahm geniessen.

 

 

Sauerkraut mit Bohnen

 

Zutaten: 200g Bohnen, 200g Sauerkraut, 1 Zwiebel, Kürbiskernöl, Essig, Salz, Pfeffer und Paprikapulver.

 

Die Bohnen aufkochen und anschliessend das Wasser absieben. Die Bohnen läst man abkühlen, und vermischt diese mit dem Sauerkraut. Dazu gibt man die geschnittenen Zwiebeln, ein wenig Pfeffer, Paprikapulver und ein wenig Essig. Das Ganze übergiesst man mit Kürbiskernöl und rührt es sehr gut um. Vor dem Servieren etwa 2-3 Stunden zugedeckt stehen lassen.

 

 

Maisnockerln (Gánica)

 

Zutaten: 300g Maismehl, 3 Liter Wasser, Schmalz und Salz.

 

Das Maismehl wird in kochendes Salzwasser gestreut. In die Mitte der Pfanne stellt man einen Kochlöffel, damit der Dampf gut entweichen kann. Das Ganze lässt man etwa eine halbe Stunde kochen. Danach giesst man das Wasser in ein separates Geschirr ab. Die Masse wird gut umgerührt, und je nach Bedarf gibt man etwas vom abgegossenen Wasser bei. Die Dicke der Masse soll etwa der von Dödölle gleichen. Die Gánica-Masse lässt man in den erhitzten Schmalz "bröckeln" und für eine kurze Zeit im Ofen braten.

 

Servieren kann man das Gánica-Gericht  mit Süss- oder Sauerquark, Milchkaffee oder als Beilage zum Pörkölt. (Das Pörkölt wird im deutschsprachigen Raum oft Gulasch genannt, obwohl Gulasch eine Suppe ist. Pörkölt ist dem Gulasch ähnlich, aber viel dickflüssiger).

 

 

Obstbrot

 

Zutaten: 700g Mehl, 30g Hefe, 1 Teelöffel Salz, 2 Teelöffel Zucker, Wasser, 200g gedörrtes Obst und 140g Nüsse.

 

Den Saft des zuvor gedünsteten gedörrten Obstes (Äpfel, Birnen, Pflaumen) knetet man in den Brotteig hinein. Das gekochte gedörrte Obst schneidet man in fingergrosse Scheiben. Von jeder Obstsorte etwa die Menge einer Faustgrösse. Auch die Nüsse schneidet man in kleine Stücke. Die Obst- und Nussstücke gibt man dem Brotteig bei und knetet diesen gut durch. Im heissen Ofen wird der Teig über eine Stunde gebacken.   

 

 

„Späne“-Pfannkuchen

 

Zutaten: 250g Mehl,  50g Margarine, ½ Päckchen Backpulver, Milch, 1 Esslöffel Zucker, 2 Eigelb, Salz, Schmalz zum aufbacken.

 

Die Zutaten werden mit Milch zu einem Teig zusammengeknetet. Aus dem fingerdick ausgerollten Teig schneidet man 8cm x 5cm grosse Rechtecke oder kleine Streifen aus. Aus einem 1cm breiten und 15 cm langen Teigstreifen können auch Schleifchen geformt werden. Diese dann in heissen Schmalz geben. Die Teigspäne aus dem heissen Schmalz nehmen, abtropfen und mit Zucker bestreut servieren.

 

 

Übersetzung aus dem Ungarischen: Tibor Horvat

Quelle: Mukics Mária, „A Magyarországi Szlovének“; Press Publica, (2003) 

 

Die Spezialitäten wurden gekocht und anschliessend fotografiert von Tibor Horvat & Joël Gerber